Für Genderfreie Sprache
Parlamentarische Bürgerinitiative vom 01. Jän 1970

Wir fordern:

In Entsprechung des Art. 7 der Österreichischen Bundesverfassung (Grundsatz der Gleichbehandlung) möge der Nationalrat ein Bundesgesetz mit folgenden Inhalten beschließen:

•             Die Verwendung der Gendersprache darf für alle Staatsbürger und in allen Lebensbereichen nicht verpflichtend sein.

•             Natürliche oder juristische Personen, die nicht gendern, dürfen nicht benachteiligt werden.

•             In allen Bereichen des Staates (Gesetzgebung, Verwaltung, Gerichtsbarkeit), der Bildung und der Wirtschaft sind alle Gesetze, Verordnungen, Erlässe und sonstige Anordnungen, welche Verpflichtungen zur Verwendung der „Gendersprache“ beinhalten, zu beheben.

Im täglichen Leben sind wir ständig mit einer gegenderten Version unserer Sprache konfrontiert. Wir lesen und hören Formulierungen, die nur schwer lesbar sind und auch beim Hören größte Schwierigkeiten bereiten.

Seit Jahren versuchen die Genderideologen mit Sprachmanipulation ihren gefährlichen, familienfeindlichen Unfug von mehr als 60 verschiedenen Pseudo-Geschlechtern in den Köpfen der Menschen zu verankern. Über die Sprache soll eine neue Realität geschaffen werden, denn die Sprache prägt das Bewusstsein und die Vorstellung von Geschlechterrollen.

Dabei handelt es sich um einen Eingriff in die deutsche Sprache, weil die gegenderten Schreibweisen den grammatikalischen Grundregeln des Deutschen und der österreichischen Rechtschreibung widersprechen.
Die Gendersprache ist mittlerweile Bestandteil der „political correctness“ geworden.
Sie gilt dadurch auch als Staatssprache der Regierenden.

Viele Behörden (Gemeinden, Städte, Magistrate, Landesregierungen, Ministerien, etc.) und Institutionen (Kammern, Kirchen, Universitäten, etc.) haben entsprechende Anordnungen erlassen. Aber auch die Medien verwenden fast durchgehend die Gendersprache.

Als eines der vielen Beispiele gilt
Geschlechtergerechtes Formulieren in der Stadt Wien:
https://www.wien.gv.at/medien/service/medienarbeit/richtlinien/pdf/leitfaden-richtiges-formulieren.pdf

Die ideologische Grundlage für die Gendersprache bildet die Idee des Gender-Mainstreaming.
Die Einführung von „Gender Mainstreaming“ als Leitprinzip in Politik und Gesellschaft wird von uns abgelehnt. Der Begriff „Gender Mainstreaming“ wird in der öffentlichen und politischen Diskussion in der Bedeutung „Gleichstellung der Geschlechter auf allen gesellschaftlichen Ebenen“ verwendet. Die EU hat „Gender Mainstreaming“ im Amsterdamer Vertrag, der seit 1. Mai 1999 in Kraft ist, zum rechtlich verbindlichen Prinzip erhoben. Als offizielles Ziel wird die Gleichstellung der Geschlechter und die Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit genannt. Die „Ideolog*innen“ der Gender-Theorie behaupten, dass man zu Mann und Frau erst gemacht wird.

Das Ziel von „Gender Mainstreaming“ ist nichts anderes als die Schaffung des „Neuen Menschen“, den sich bereits die Marxisten-Leninisten auf die Fahnen geheftet hatten. Der neue Mensch soll ein Wesen ohne feste Geschlechteridentität sein. „Gender-Mainstreaming“ ist ein politisches Programm, das von der Mach- und Formbarkeit des Menschen durchdrungen ist und somit ein totalitärer Denkansatz.

Um die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern zu schaffen, muss man nicht die Geschlechter abschaffen und sich über die Natur hinwegsetzen, sondern beiden Geschlechtern gleiche Chancen sowie Rechte in allen Bereichen einräumen.

Aus unserer Sicht sind Frau und Mann verschiedenartig und dabei gleichwertig.

Nach den Vorstellungen der Genderideologie soll der Mensch nicht mehr als männlich oder weiblich wahrgenommen werden, sondern nur noch sächlich. Durch die Leugnung der Existenz von Mann und Frau als feststehende, natürliche Geschlechter soll zudem die sprachliche Rechtfertigung für die Homo-Pseudo-„Ehe“ und die Leihmutterschaft geschaffen werden.

Statt Gender Mainstreaming wird Familien-Mainstreaming gefordert. Das heißt: Nicht die Auflösung der Geschlechter, sondern die Förderung der Ehe und Familie sollte propagiert werden.

Die Sprache macht uns Menschen einzigartig. Sie ist Ausdruck des Denkens und Fühlens, stiftet Identität, unterscheidet und verbindet uns.
Politik und Verwaltung versuchen leider, unser Sprechen und Denken und damit unsere soziale Wirklichkeit ideologisch zu steuern.

Die Genderideologie darf daher nicht zur Staatsdoktrin werden!

Mit dieser Parlamentarischen Bürgerinitiative appellieren wir an den Nationalrat, sich nicht zum Handlanger der menschenfeindlichen Genderideologie zu machen.

Die Sprache und die Rechtschreibung muss frei von politischer Einflussnahme bleiben und darf sich nur nach den grammatikalischen Grundregeln der deutschen Sprache bzw. des österreichischen Wörterbuchs richten.

Forderungen:

In Entsprechung des Art. 7 der Österreichischen Bundesverfassung (Grundsatz der Gleichbehandlung) möge der Nationalrat ein Bundesgesetz mit folgenden Inhalten beschließen:

•             Die Verwendung der Gendersprache darf für alle Staatsbürger und in allen Lebensbereichen nicht verpflichtend sein.

•             Natürliche oder juristische Personen, die nicht gendern, dürfen nicht benachteiligt werden.

•             In allen Bereichen des Staates (Gesetzgebung, Verwaltung, Gerichtsbarkeit), der Bildung und der Wirtschaft sind alle Gesetze, Verordnungen, Erlässe und sonstige Anordnungen, welche Verpflichtungen zur Verwendung der „Gendersprache“ beinhalten, zu beheben.


Daraus ergibt sich eine Reihe von zu setzenden Maßnahmen:

•             Die Genderideologie und die Gendersprache sind aus den Inhalten der Lehrpläne zu entfernen.
•             Grundlage für die Sprache ist das Österreichische Wörterbuch.
•             Beendigung der „Gender-Studies“ an Hochschulen und anderen Bildungseinrichtungen.
•             Gender-Mainstreaming als durchgängiges politisches Leitprinzip für das staatliche Handeln ist auf allen Ebenen ersatzlos zu beenden.
•             Abschaffung aller selbstbestimmten Varianten des Geschlechts, außer des biologisch vorgegebenen weiblichen und männlichen Geschlechts. (Beseitigung der sogenannten „geschlechtlichen Vielfalt“)

Bitte unterzeichnen auch Sie die Initiative zum Erhalt unserer Sprache!


ERLÄUTERUNGEN

Österreichische Bundesverfassung:

Artikel 7. (1) Alle Staatsbürger sind vor dem Gesetz gleich. Vorrechte der Geburt, des Geschlechtes, des Standes, der Klasse und des Bekenntnisses sind ausgeschlossen. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Die Republik (Bund, Länder und Gemeinden) bekennt sich dazu, die Gleichbehandlung von behinderten und nichtbehinderten Menschen in allen Bereichen des täglichen Lebens zu gewährleisten.

(2) Bund, Länder und Gemeinden bekennen sich zur tatsächlichen Gleichstellung von Mann und Frau. Maßnahmen zur Förderung der faktischen Gleichstellung von Frauen und Männern insbesondere durch Beseitigung tatsächlich bestehender Ungleichheiten sind zulässig.

(3) Amtsbezeichnungen können in der Form verwendet werden, die das Geschlecht des Amtsinhabers oder der Amtsinhaberin zum Ausdruck bringt. Gleiches gilt für Titel, akademische Grade und Berufsbezeichnungen.

(4) Den öffentlich Bediensteten, einschließlich der Angehörigen des Bundesheeres, ist die ungeschmälerte Ausübung ihrer politischen Rechte gewährleistet

 

Österr. Wörterbuch:

Das aktuelle Vorwort des amtlichen Regelwerks lautet:

Das amtliche Regelwerk regelt die Rechtschreibung innerhalb derjenigen Institutionen (Schule, Verwaltung), für die der Staat Regelungskompetenz hinsichtlich der Rechtschreibung hat. Darüber hinaus hat es zur Sicherung einer einheitlichen Rechtschreibung Vorbildcharakter für alle, die sich an einer allgemein gültigen Rechtschreibung orientieren möchten; das heißt Firmen, speziell Druckereien, Verlage, Redaktionen – aber auch Privatpersonen.
 

Zur Definition einer österreichischen Standardvarietät des Deutschen ist Folgendes vermerkt:

Das Österreichische Wörterbuch ist ein Wörterbuch der guten, richtigen deutschen Gemeinsprache. Es ist jedoch in erster Linie für Österreicher bestimmt und wird vor allem von Österreichern benützt werden. Deshalb enthält es auch zahlreiche allgemein verwendete Wörter der österreichischen Umgangssprache und der österreichischen Mundarten, wenngleich keine Wörter in mundartlicher Schreibung. Solche Wörter sind ausdrücklich als der Umgangssprache oder der Mundart zugehörig gekennzeichnet. Durch die Aufnahme dieser Ausdrücke, die in der Sprache des Alltags immer wieder auftreten und etwa bei der Wiedergabe von Gesprächen geschrieben werden müssen, wurde auch ihre Schreibung festgelegt. Das Österreichische Wörterbuch ist noch in einem anderen Sinn als ein österreichisches anzusprechen. Wir Österreicher verwenden eine Reihe von Ausdrücken, die nicht weniger richtig, gut und schön sind als anderswo gebrauchte. Sie wurden naturgemäß im Wörterbuch bevorzugt, wogegen etwa nur in Norddeutschland übliche gar nicht berücksichtigt oder als bei uns fremd oder zumindest ungewohnt ausdrücklich gekennzeichnet wurden. Es ist aber auch Tatsache, daß wir in der besten Sprache der Gebildeten unseres Landes Wörter anders betonen, anders aussprechen, Hauptwörter mit einem anderen Artikel oder einer anderen Mehrzahlform, Zeitwörter mit einem anderen Hilfszeitwort verwenden u. v. a. m., als dies außerhalb Österreichs üblich ist. In solchen Fällen wurden die bei uns gebräuchlichen, allgemein als gut und richtig empfundenen Formen ins Wörterbuch aufgenommen. (Vorwort, 32. Auflage, 1972)


Geschlechtergerechtes Formulieren in der Stadt Wien:
(Auszugsweise)

…….

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, geschlechtergerecht zu formulieren. Alle diese Möglichkeiten sind gleichwertig und können kombiniert werden. Wichtig ist, dass eine Formulierung gewählt wird, die der Textsorte entspricht und zu der jeweiligen Zielgruppe passt.

  • Menschen aller Geschlechter explizit ansprechen:
    Liebe Wienerinnen, liebe Wiener, liebe intergeschlechtliche Menschen in Wien
  • Einheitliche Kurzform - der Genderstern:
    Liebe Wiener*innen
  • Ein*e Architekt*in muss die Pläne unterzeichnen.
  • Neutrale Formulierungen:
    Alle Menschen, die in Wien leben …
  • Direkte und neutrale Ansprache:
    Guten Tag, Vorname Familienname

    ……

Die Umstellung auf eine geschlechtergerechte Sprache ist ein längerfristiger, kontinuierlicher Prozess. Wird ein Text neu geschrieben, ein Folder neu aufgelegt oder eine Internetseite aktualisiert, wird eine Sprache verwendet, die alle Geschlechter gleichwertig anspricht.

……
Das machen wir auch durch unsere Sprache sichtbar. Denn Sprache und Bilder prägen unser Bewusstsein und unsere Vorstellungen über Menschen, über Geschlechter und über das Zusammenleben.
……
Wir verwenden geschlechtergerechte Sprache ganz bewusst, um veraltete Rollenbilder aufzubrechen

……

 

Neue Leitlinien in den USA wollen Vater und Mutter eliminieren

Für US-Bildungsprogramme im Ausland sind neue Leitlinien veröffentlicht worden, die besonders auf Toleranz gegenüber LGBTQI-Personen abstellen. So sollen etwa die als beleidigend und unangemessen empfundenen Begriffe „Vater“ und „Mutter“ künftig weggelassen werden.

Das hat die United States Agency for International Development (USAID), eine Behörde, welche die gesamte Entwicklungszusammenarbeit der USA koordiniert, mit der Herausgabe ihrer neuen Leitlinien zur Berücksichtigung von LGBTQI+-Ideen in Schullehrplänen und Lehrerausbildungen empfohlen. Die Leitlinien sollen ein Engagement für „inklusive Entwicklung“ hervorheben und bauen auf dem Strategiedokument LGBT Vision for Action, das in der Zeit von US-Präsident Barack Obama entstanden ist. Schon dieses Paper hat sich für legale Prostitution eingesetzt und den LGBTQI+-Angelegenheiten viel Aufmerksamkeit gewidmet.

Inklusive Sprache
Unter anderem soll eine nach Meinung der Verfasser „nichtdiskriminierende Terminologie“ verwendet und geklärt werden, welche Begriffe beleidigend oder unangebracht sind. So schlagen die Richtlinien vor, nach dem Namen und dem richtigen Pronomen einer Person zu fragen und die Begriffe „Vater“ und „Mutter“ durch „Elternteil“ oder „Erziehungsberechtigter“ zu ersetzen. Unterschiedliche sexuelle Orientierungen, geschlechtliche Identitäten und diverse Familienstrukturen sollen unbedingt Teil des Lehrplans sein.

IEF, 14.02.2022

 

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