WIEDEREINFÜHRUNG DES HIPPOKRATISCHEN EIDES
Petition vom 01. Jän 1970

PETITION  zur Wiedereinführung des Hippokratischen Eides

Der Hippokratische Eid, benannt nach dem griechischen Arzt Hippokrates von Kos, gilt als erste grundlegende Formulierung der ärztlichen Ethik. Der Eid wurde durch das Genfer Ärztegelöbnis abgelöst und wird heute nicht mehr von den Ärzten geleistet.
Der Hippokratische Eid bestimmte über viele Jahrhunderte die Haltung der Ärzte, niemals zu töten. Wenn heute Ärzte Abtreibungen vornehmen oder Sterbehilfe (Euthanasie) leisten handeln sie damit gegen jahrhundertealte und bewährte ethische Grundlagen.

Der Hippokratische Eid bezieht in den unbedingten Schutz des Lebens in selbstverständlichster Weise auch das ungeborene Leben mit ein. Eine bedingungslose Verpflichtung zum Lebensschutz schließt jeden Schwangerschaftsabbruch kategorisch aus.

Ein Mediziner ist Lebensretter und kein Vollzugsgehilfe beim Suizid auf Verlangen. Die Antwort auf unheilbare Krankheit und Schmerzen liegt in der Palliativmedizin, in einer würdevollen Sterbebegleitung.

Der Hippokratische Eid enthält mehrere Elemente, die auch heute noch die ärztliche Ethik bestimmen:
 

ÄRZTLICHE SCHWEIGEPFLICHT

   „Was ich bei der Behandlung oder auch außerhalb meiner Praxis im Umgang mit
   Menschen sehe und höre, das man nicht weiterreden darf, werde ich ver-
   schweigen und als Geheimnis bewahren.“

 

WEITERGABE des ÄRZTLICHEN WISSENS

   "Ich werde ... diese Kunst lehren, wenn sie sie zu lernen verlangen, ohne Entgelt
   und Vertrag."

 

ABLEHNUNG der AKTIVEN STERBEHILFE

   "Auch werde ich niemandem ein tödliches Gift geben, auch nicht, wenn ich darum
    
gebeten werde, und ich werde auch niemand dabei beraten."


VERBOT der ABTREIBUNG

   "Auch werde ich keiner Frau ein Abtreibungsmittel geben.“


GEBOT, den KRANKEN nicht zu schaden

  "In alle Häuser, in die ich komme, werde ich zum Nutzen der Kranken hineingehen, frei
   von jedem bewussten Unrecht und jeder Übeltat, besonders von jedem geschlechtlichen
  
Missbrauch an Frauen und Männern, Freien und Sklaven."
 

 

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